Photovoltaik und E-Mobilität: Wie Unternehmen in Bayern jetzt doppelt sparen

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Photovoltaik

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30.06.25

Jürgen König

Photovoltaik und E-Mobilität: Wie Unternehmen in Bayern jetzt doppelt sparen

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Immer mehr kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Bayern möchten unabhängig von steigenden Energiekosten werden. Kein Wunder – der Strompreis im Gewerbe hat sich in den letzten Jahren teilweise verdoppelt. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an klimafreundliches Wirtschaften. Wer heute in Photovoltaik investiert, legt den Grundstein für eine moderne, nachhaltige Energieversorgung. Besonders interessant wird es, wenn Sie gleichzeitig Ihre Fahrzeugflotte elektrifizieren: PV-Anlage und E-Autos ergänzen sich perfekt und schaffen erhebliche Einsparpotenziale.

Sonnenstrom senkt laufende Kosten

Eine Photovoltaikanlage auf dem Firmendach produziert Strom zu Gestehungskosten von oft unter 10 Cent je Kilowattstunde – im Vergleich zu durchschnittlich über 25 Cent pro kWh aus dem Netz ist das ein deutlicher Unterschied. Nutzen Sie diesen Strom direkt für Beleuchtung, Maschinen, Serverräume und die Ladung Ihrer Elektrofahrzeuge, sparen Sie pro kWh leicht 15 Cent oder mehr. Auf ein Jahr gerechnet können mittlere Betriebe so vier- bis fünfstellige Beträge einsparen, abhängig von Verbrauch und Anlagengröße.

Dank der weggefallenen EEG-Umlage seit 2022 ist Eigenverbrauch steuerlich noch attraktiver geworden. Besonders lohnend ist das Modell für Firmen, die tagsüber hohe Grundlasten haben – also dann Strom brauchen, wenn die Sonne scheint.

E-Mobilität clever kombinieren

Der Umstieg auf Elektrofahrzeuge zahlt sich gleich mehrfach aus. Zum einen, weil die Betriebskosten pro 100 km Fahrstrecke nur rund 5 Euro betragen, sofern der Strom vom eigenen Dach kommt. Zum anderen können Sie die THG-Quote beantragen und jährlich für jedes E-Fahrzeug einen Bonus von derzeit 50–80 Euro einstreichen. Bei einer wachsenden E-Flotte kommen hier schnell ein paar Hundert Euro zusammen, ohne dass zusätzliche Investitionen notwendig sind.

Gerade für Handwerksbetriebe, Dienstleister oder Lieferdienste sind Elektroautos inzwischen praxistauglich: Reichweiten von 300–400 km pro Ladung decken oft den Tagesbedarf ab. Zudem profitieren alle rein elektrischen Firmenwagen von der 0,25 %-Regelung beim geldwerten Vorteil, falls sie privat genutzt werden – ein wichtiger Aspekt bei der Mitarbeiterbindung.

Förderungen und Steuervorteile nutzen

Der Aufbau einer Ladeinfrastruktur wird weiterhin durch verschiedene regionale Programme und steuerliche Vorteile unterstützt. Zwar ist das frühere KfW-Programm 441 („Ladestationen für Unternehmen“) aktuell nicht mehr verfügbar, allerdings fördern viele Bundesländer und Kommunen die Errichtung von Ladepunkten – oft mit attraktiven Zuschüssen. In Bayern gibt es z. B. Förderungen für öffentlich zugängliche Ladepunkte, wenn Sie Kundenparkplätze mitnutzen möchten.

Darüber hinaus können Firmen die Anschaffungskosten der Ladeinfrastruktur steuerlich abschreiben. Bei Gebäuden ist häufig sogar eine direkte Sonderabschreibung möglich. Wichtig ist auch: Wenn der Strom zu 100 % aus erneuerbaren Energien stammt – etwa aus Ihrer Photovoltaikanlage –, erfüllen Sie die Voraussetzungen vieler regionaler Förderprogramme.

Sprechen Sie am besten frühzeitig mit Ihrem Steuerberater oder einem Energieberater, um alle aktuellen Zuschüsse und steuerlichen Vorteile optimal zu kombinieren. Gerne unterstützen wir Sie bei eniosol dabei, passende Fördermöglichkeiten für Ihr Vorhaben zu identifizieren.

Praxisbeispiel: Handwerksbetrieb spart über 10.000 Euro im Jahr

Ein Handwerksbetrieb aus dem Allgäu hat auf dem Hallendach eine 30-kWp-Photovoltaikanlage installieren lassen und gleichzeitig fünf Ladepunkte für den Fuhrpark eingerichtet. Die Stromproduktion liegt bei rund 28.000 kWh pro Jahr. Etwa 60 % davon werden direkt selbst verbraucht – für Maschinen, Licht und die Ladeinfrastruktur. Damit spart der Betrieb jedes Jahr über 4.000 Euro an Stromkosten. Durch die Nutzung von THG-Prämien und die günstigen Ladekosten für die Elektrotransporter summiert sich der Vorteil auf über 10.000 Euro jährlich. Nach Abzug der Förderung amortisiert sich das Projekt nach etwa sechs Jahren.

Zukunftsthema: Bidirektionales Laden

In den nächsten Jahren wird das bidirektionale Laden (Vehicle-to-Grid) eine immer größere Rolle spielen. Das Prinzip: Ihr E-Auto wird zum Stromspeicher, der überschüssige Solarenergie aufnimmt und später bei Bedarf wieder ins Netz oder das Gebäude abgibt. Für Unternehmen bedeutet das noch mehr Flexibilität und weitere Einsparungen bei Lastspitzen. Einige Hersteller testen aktuell erste Systeme, die bald serienreif sein dürften.

Fazit: Jetzt starten lohnt sich

Die Kombination von Photovoltaik und Elektromobilität ist nicht nur ein Beitrag zur Energiewende, sondern vor allem ein wirtschaftlicher Vorteil. Wer jetzt plant, kann sich langfristig gegen steigende Energiepreise absichern, Fördergelder nutzen und sein Unternehmen zukunftsfähig machen. Ob Sie zunächst mit einer kleinen Anlage starten oder gleich das volle Potenzial ausschöpfen – jede Kilowattstunde selbst erzeugten Stroms stärkt Ihre Unabhängigkeit.

Übrigens: Bei eniosol beraten wir Sie gerne ausführlich zu allen Förderprogrammen, steuerlichen Vorteilen und technischen Möglichkeiten. Sprechen Sie uns an – gemeinsam entwickeln wir Ihr individuelles Konzept für eine grüne Zukunft.

Kontaktieren Sie uns gerne für unverbindliche Informationen.